Stuhltransplantation – Wirksam gegen Reizdarm, Colitis und Crohn?

Das Konzept der Stuhltransplantation klingt erst einmal abenteuerlich: Die Fäkalien einer anderen Person werden einem Empfänger in den Darm eingeleitet. Dort soll die fäkale Mikrobiota-Transplantation (engl. Fecal Microbiota Transplantation, FMT) für eine neue, gesündere Darmflora sorgen. Erfolgreich wird diese Methode bereits bei einer schweren Form eines entzündeten Darms angewandt: der therapieresistenten pseudomembranösen Kolitis ausgelöst durch das Bakterium Clostridium difficile. Doch immer mehr Studien weiten Stuhltransplantationen auch auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Autoimmunerkrankungen und das Reizdarmsyndrom aus. Studienergebnisse legen zudem nahe, dass übergewichtige Menschen nach einer Stuhltransplantation von einer schlankeren Person weniger Probleme haben könnten, Gewicht zu verlieren.

Im Internet gibt es zahlreiche, teils durchwachsene Erfahrungsberichte, Anleitungen und kostenpflichtige Angebote von Ärzten, die Stuhltransplantationen anbieten. Stuhltransplantationen sind nicht harmlos, es kam schon zu Todesfällen wegen Blutvergiftungen und anderer Komplikationen. Der folgende Text klärt darüber auf, was die Idee hinter der Stuhltransplantation ist, wie sie durchgeführt wird und welche Vorteile und Nebenwirkungen sie haben kann.

Was ist eine Stuhltransplantation?

Bei einer Stuhltransplantation wird der im Labor aufbereitete Darminhalt eines Spenders in den Darm eines Empfängers eingebracht. Dabei geht es jedoch nicht darum, was der Spender gerade verzehrt hat, sondern um die Darmflora, auch Mikrobiom genannt. Die Darmflora setzt sich aus vielen verschiedenen Bakterien und ihren Stoffwechselprodukten zusammen, die keine Krankheiten auslösen, sondern nützliche Funktionen für den Körper übernehmen sollen. So bilden einige Bakterien wichtige Nährstoffe wie das Vitamin K, während andere Einzeller helfen, Krankheiten abzuwehren. Die Forschung zu diesen Bakterien deckt zudem immer mehr Gebiete auf, in denen die Darmflora eine Rolle spielt – so scheint es beispielsweise einen Zusammenhang zwischen Übergewicht und bestimmten Eigenschaften der Darmflora zu geben.

Bei jedem Menschen ist das Mikrobiom etwas anders zusammengesetzt, so dass es wie ein Fingerabdruck einzigartig ist. Infektionen, Ernährungsumstellungen, Entzündungen und Medikamente können das Mikrobiom jedoch dauerhaft verändern und zum Beispiel dazu führen, dass eine einzelne Bakterienspezies die Oberhand gewinnt. Die Folge können dann Verdauungsstörungen, Durchfall und Nährstoffmangel sein. Ein klassisches Beispiel hierfür ist das postinfektiöse Reizdarmsyndrom.

In welchen Fällen wird eine Stuhltransplantation durchgeführt?

Eine Stuhltransplantation wird aktuell nur dann durchgeführt, wenn die Darmflora eines Patienten nachhaltig durch eine Clostridien-Infektion geschädigt ist und sich daraus Probleme wie chronische Durchfälle ergeben. Häufig geschieht dies beispielsweise nach mehrfachen Antibiotika-Gaben, die die hilfreichen Bakterien abtöten und zu einer Überwucherung des Darms durch das Bakterium Clostridium difficile und einer damit verbundenen Dickdarmentzündung (Kolitis) führen können. Bei dieser Erkrankung leiden die Betroffenen unter schweren, blutigen Durchfällen, was insbesondere bei älteren Menschen schnell einen lebensbedrohlichen Flüssigkeitsmangel nach sich ziehen kann. Zudem kommt erschwerend hinzu, dass nur noch wenige Antibiotika existieren, die gegen C. difficile wirksam sind. Eine mit Clostridium difficile verbundene Kolitis kommt vor allem bei älteren Menschen vor und bedeutet akute Lebensgefahr! Es bestehen folgende Risikofaktoren für diese spezielle Form des Durchfalls: 

  • lange Krankenhausaufenthalte
  • Ernährung über Magensonden
  • schwere Grunderkrankungen

Unter dem typischen Reizdarmpatienten ist die Erkrankung und damit die Notwendigkeit zur Stuhltransplantation wenig verbreitet.

Durch eine Stuhltransplantation kann die normale Darmflora wiederhergestellt werden und diese kann auf natürlichem Weg die Krankheitserreger bekämpfen. Nachdem die Stuhltransplantation bei der Clostridien-Kolitis gute Ergebnisse gezeigt hatte, wurden Therapieversuche auf andere Krankheitsbilder ausgedehnt. Bisher gibt es Studienergebnisse zur Behandlung der entzündlichen Darmerkrankung Colitis ulcerosa, die auf einen möglichen Therapieerfolg hinweisen, sowie Versuche bei Diabetes mellitus und Multipler Sklerose. Bisher nur bei Mäusen untersucht wurde der Effekt der Gewichtsabnahme, als übergewichtigen Mäusen Stuhl von schlanken Mäusen transplantiert wurde – hier liegt eventuell ein weiteres zukünftiges Anwendungsfeld. Es laufen aktuell verschiedene Studien zur Untersuchung der Stuhltransplantation gegen Übergewicht (metabolisches Syndrom) an Menschen an.

Gegen welche Krankheiten könnten Stuhltransplantationen helfen?

Momentan gibt es viele Theorien, auf welche Organsysteme und Krankheiten unsere Darmflora einen Einfluss hat. Dementsprechend erhofft man sich durch die Stuhltransplantation eine Reihe von Effekten auf unterschiedliche Erkrankungen. Als potentielle Anwendungsgebiete der Stuhltransplantation werden unter anderem folgende Krankheiten diskutiert:

chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, kollagene und lymphozytäre Colitis)
Reizdarmsyndrom (RDS)
Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)
Allergien
Übergewicht und Diabetes Typ II
chronische Verstopfung
Nerven-Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose)
idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP, Immunthrombozytopenie)
chronisches Erschöpfungssyndrom (engl. chronic fatigue syndrome)

Kann eine Stuhltransplantation auch beim Reizdarmsyndrom helfen?

Einige wenige Studien beschäftigten sich mit der Frage, ob eine Stuhltransplantation auch beim Reizdarmsyndrom zu einer Besserung der Symptome führen könnte. Dahinter steht die Idee, dass ein Reizdarmsyndrom, ähnlich wie die Clostridien-Kolitis, oft mit einem gastrointestinalen Infekt beginnt (postinfektiöses Reizdarmsyndrom) und sich dann zu einem chronischen Ungleichgewicht der Darmbakterien entwickelt. Bei Reizdarm-Betroffenen mit Durchfällen konnte eine Stuhltransplantation in einzelnen Studien bei bis zu 70 Prozent die Symptome mildern, bei von Verstopfung Geplagten waren es immerhin 60 Prozent, die auch nach mehreren Monaten noch beschwerdeärmer waren. Langzeitergebnisse der Stuhltransplantationen gegen das Reizdarmsyndrom liegen jedoch noch nicht vor. Mediziner sind sehr zurückhaltend was die Transplantationen angeht, da diese mit sehr großen gesundheitlichen Risiken verbunden sind und man die Langzeit-Nebenwirkungen noch nicht kennt. Bisher ist das Wissen über die Darmflora zu begrenzt, um abzuschätzen, welche Wirkung die Übertragung der Darmflora beim Empfänger hat.

Wer ist der Spender bei einer Stuhltransplantation?

Man streitet bisher noch darüber, wer optimaler Spender für eine Stuhltransplantation ist. Die einen präferieren Spender, die mit dem Empfänger einen Lebensraum teilen und somit den gleichen Umwelteinflüssen ausgesetzt ist. Dies kann beispielsweise ein Familienmitglied oder ein Partner sein.

Andere wiederum erhoffen sich von ausgewählten fremden Spendern bessere Effekte, da hier die Wahrscheinlichkeit höher ist, eine „ideale“ Darmflora für den Empfänger zu finden. Hierzu können tiefgefrorene Fremdspenden verwendet werden, die in sogenannten Stuhlbanken konserviert werden. Die bekannteste Stuhlbank OpenBiome befindet sich in der Nähe von der berühmten Universität MIT Boston/Cambridge in den USA. Nach OpenBiome sind weitere Stuhlbanken wie zum Beispiel AdvancingBio in den USA entstanden.

Wie wird eine Stuhltransplantation durchgeführt?

Ileokoloskopie des Dickdarms und terminalten DünndarmsDer gespendete Stuhl kann entweder frisch oder tiefgekühlt verwendet werden. Meist wird er mit etwas Flüssigkeit (zum Beispiel mit 0,9% NaCl) zu einer Suspension verarbeitet. Der in der Salzlösung gelöste Stuhl wird dann zu einem gleichmäßigen Gemisch homogenisiert und dann von groben Bestandteilen mit einem Filter befreit. Das Gemisch wird meist im Rahmen einer Darmspiegelung (Koloskopie) in den Dickdarm eingebracht, selten wird stattdessen eine Magensonde, also ein Schlauch, der über die Nase in den Magen eingeführt wird, genutzt. Mittlerweile gibt es sogar Präparate in einer Kapsel, die einfach geschluckt werden können.

Wo kann ich Stuhltransplantionen durchführen lassen?

Im Internet findet man neben vielen Anleitungen zur Stuhltransplantation auch einige Angebote von Ärzten aus unterschiedlichen Städten in Deutschland. Hierfür werden teils enorme Preise verlangt. Die Kosten haben größtenteils die Patienten zu tragen. Es ist große Vorsicht und Skepsis bei solchen Angeboten angeraten. Manche Ärzte machen hierbei falsche Versprechen und nutzen die Verzweiflung von Patienten aus, um sie zur privaten Zahlung von großen Summen zu bewegen. Außer bei einer Clostridien-Infektion (C. diff) gibt es  bisher es zu wenig verlässliche Daten, um Stuhltransplantation bei anderen Krankheiten zu empfehlen. Die  akuten Risiken sind zu groß und die Langzeitfolgen unbekannt.

Werden Stuhltransplantationen bald flächendeckend eingesetzt?

Wahrscheinlich nicht. Die Übertragung von Stuhl zwischen zwei Menschen ist ein sehr risikobehaftetes Unterfangen, weil Stuhl ein Gemisch aus unzähligen Stoffen und Organismen ist, das man bisher nur in Ansätzen versteht. Wahrscheinlich werden Stuhltransplantationen auf einem experimentellen Status bleiben und durch kontrollierbarere Verfahren abgelöst werden.

Neuerdings wird von Biotechnologie- und Pharmafirmen daran geforscht, welche genauen Bestandteile in der Stuhltransplantation für welche Krankheit positive Effekte haben. Ziel ist es, diese Bestandteile synthetisch herzustellen und wie Medikamente zu verabreichen. Stuhltransplantationen und -spenden wären bei einem Erfolg dieses Ansatzes dann nicht mehr nötig. Man nennt diese Medikamente auch Mikrobiom-Modulatoren (engl. micorbiome modulators), diese werden gerade zum Einsatz gegen entzündliche Darmerkrankungen in Studien getestet. Verschiedene Unternehmen versuchen momentan Stuhltransplantationen durch sicherere Methoden zu ersetzen, hierzu zählen unter anderem:

Ist eine Stuhltransplantation sehr eklig?

Natürlich verbreitet der Gedanke an eine Stuhltransplantation erst einmal Skepsis. Auch unter Ärzten ist die Therapie noch nicht flächendeckend angenommen. Insbesondere wenn es an die Frage der Stuhl-Spende geht, müssen Themen in der Familie oder Partnerschaft angesprochen werden, die vorher womöglich tabu waren, sofern keine Fremd-Spende erfolgt. Die eigentliche Spende kann für den Spender zwar in der Vorstellung befremdlich oder eklig wirken, lässt sich jedoch in der Praxis nicht stark von einem normalen Toilettengang oder der Abgabe einer Stuhlprobe unterscheiden. Für den Empfänger ist die Transplantation ähnlich unkompliziert. Wird sie beispielsweise während einer Darmspiegelung durchgeführt, erhält der Patient meistens ein Beruhigungsmittel und wird sich an die Prozedur nicht erinnern können.

Es ist demnach eher die Vorstellung einer Stuhltransplantation, die die Betroffenen als eklig empfinden können, als der eigentliche Vorgang. Da in der Behandlung jedoch große Vorteile liegen, sollten diese Aversionen nicht zu einer Ablehnung der Therapie führen, sondern angemessen im Arztgespräch adressiert werden.

Was können Nebenwirkungen der Stuhltransplantation sein?

Was sind kurzfristige Nebenwirkungen von Stuhltransplantationen?

Typische Symptome nach einer Transplantation sind Durchfälle, Bauchkrämpfe und Übelkeit bei dem Empfänger. Manche Empfänger leiden zudem an Verstopfungen oder Blähungen.

Nach einer Stuhltransplantation kann es zum Teil zu sehr heftigen, teils lebensbedrohlichen Körperreaktionen kommen. Ist die Darmwand und damit die Darmbarriere zum Beispiel stark verletzt (Leaky-gut), können die Bakterien aus dem transplantierten Stuhl in großen Mengen durch die Darmwand ins Blut des Empfängers gelangen, was eine gefährliche Blutvergiftung zur Folge haben kann. 

Langfristige Nebenwirkungen von Stuhltransplantationen

Die langfristigen Folgen und Nebenwirkungen von Stuhltransplantationen sind bisher unbekannt. Man geht aber heute davon aus, dass mit der Übertragung von Stuhl auch bestimmte Eigenschaften und Risikofaktoren von dem Spender auf den Empfänger übertragen werden können. So kann bei einem übergewichtigem Stuhlspender auch beim Empfänger des Stuhls, das Risiko für Übergewicht steigen. Es ist auch denkbar, dass das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Darmkrebs, Autoimmunerkrankungen und andere Krankheiten mit einer Stuhlspende beim Empfänger erhöht werden kann.

Da man bisher die Effekte der Darmflora nur in Ansätzen versteht, lassen sich die Nebenwirkungen von Stuhltransplantationen schlecht abschätzen. Bisher sind die Transplantationen nur als Therapiemöglichkeit denkbar, wenn alle anderen Optionen ausgeschöpft sind (Ultima Ratio).

Von selbst durchgeführten Stuhltransplantationen, zu denen im Internet einige Anleitungen existieren, wird dringest abgeraten! Es besteht Lebensgefahr!

Wie geht es nach der Stuhltransplantation weiter?

Nach der Stuhltransplantation besteht die Hoffnung, dass sich die transplantierten Bakterien dauerhaft im Darm ansiedeln und so zu bekämpfenden Symptome langsam abklingen. Bei Clostridien-Colitis-Patienten führt eine Stuhltransplantation bei bis zu 85 Prozent der Betroffenen zu einer Besserung der Symptome. Diese Erfolgsrate ist besser als herkömmliche antibiotische Therapien gegen Clostridien.

Da noch nicht abschließend geklärt ist, welchen Einfluss die Darmflora auf verschiedene Bereiche des Körpers hat, lassen sich nicht alle Folgen einer Stuhltransplantation vorhersagen. Andere Langzeitfolgen einer Stuhltransplantation sind abzuwarten.

Ich will Stuhlspender werden, was für Tests muss ich machen?

Spender für Stuhltransplantationen, die ihren Stuhl in einer Stuhlbank zur Verfügung stellen wollen, müssen umfangreichere Tests durchlaufen als Blutspender. Über den Stuhl können zahlreiche Krankheiten übertragen werden. Möchte man regelmäßig spenden, sind die Tests etwa alle drei bis vier Monate zu wiederholen. Neben diesen Risikofaktoren geht der Trend immer mehr dahin, auch auf anderen Faktoren wie Gewicht, Body-Mass-Index, Blutdruck, und Alter bei Stuhlspendern zu achten. Man vermutet nämlich, dass der Stuhl von besonders gesunden Spendern die besten Eigenschaften enthält. Außerdem ist vor jeder Spende ein Fragebogen zu aktuellen Krankheiten, Reisen in bestimmte Länder und anderen Risikofaktoren auszufüllen. Auch sollten die Spender vor der Stuhlspende etwa fünf bis sieben Tage auf bestimmte Lebensmittel verzichten, die bestimmte Allergene enthalten. Hierzu gehören vor allem Nüsse, Erdnüsse, Eier und Krustentiere.

Im Folgenden findet sich eine Aufzählung von möglichen Tests vor einer Stuhlspende. Die Tests (Screenings) verursachen dabei einen erheblichen Teil der Kosten, da es sich um unterschiedlichste aufwendige Labortests handelt.

Mehr Informationen

Tests für Spender vor Stuhltransplantationen

Mögliche Fragen vor einer Stuhlspende für Stuhltransplantationen

  •       bekannte HIV oder Hepatitis B- oder C-Infektionen oder Kontakt zu Infektionsquellen
  •       risikoreiches Sexualverhalten
  •       Tätowierung oder Piercing in den letzten 12 Monaten
  •       aktuelle übertragbare Infektionen z.B. der oberen Atemwege
  •       Reisen in Länder mit einem erhöhten Risiko für Reisedurchfall
  •       Body Mass Index
  •       bekannte Krankheiten wie zum Beispiel:
    • Autoimmunkrankheiten (inkl. Neurodermitis und Asthma)
    • chronische Schmerzen/Müdigkeit oder Hautkrankheiten (inkl. Fibromyalgie, Chronic Fatigue Syndrom)
    • regelmäßige Medikamenten-Einnahme
    • Nerven- oder Muskelkrankheiten (z.B. Autismus oder Parkinson)

Welche Krankheiten gelten als absolute Ausschlusskriterium für Stuhlspender?

  • Reizdarmsyndrom oder vergleichbare Erkrankungen in der Vergangenheit (z.B. wiederkehrende Bauchkrämpfe, Blähungen, gesteigerter Stuhldrang, Durchfall oder Verstopfung)
  • chronisch-entzündliche Erkrankungen in der Vergangenheit (z.B. Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa)
  • chronischer Durchfall
  • chronische Verstopfung oder regelmäßiger Gebrauch von Abführmitteln (Laxanzien)   
  • Darmkrebs, Darmpolypen oder andere Krebsarten im Verdauungssystem in der Vergangenheit
  • vergangene Operationen am Bauch
  • Einnahme von Präbiotika oder anderen Mitteln zur Regulation der Verdauung
  • Anibiotikagebrauch in den letzten sechs Monaten

Stuhltests bei Stuhltransplantations-Spendern

Die frischen Stuhlproben müssen ohne große zeitliche Verzögerung ins Labor, da sie
sich ungekühlt schnell verändern.

Enteropathogene Bakterien

  • C. difficile (Toxin B PCR), H. pylori (Antikörper)
  • Stuhlkultur für Salmonelllen, Shigellen, Yersinien, Camplyobacter, E. Coli O157:H7
  • Treponema pallidum
  • Vibrio
  • Listerien

Parasiten (inkl. Parasiten-Eier)

  • Blastocystis hominis
  • Dientamoeba fragilis
  • Cryptosporidium
  • Giardia lamblia
  • Microsporidium
  • Taenia
  • Entamoeba histolytica
  • Strongyloides stercoralis

Viren

  • Rotavirus
  • Norovirus
  • Adenovirus

Bluttest bei Stuhltransplantations-Spendern

Infektionen

  • HAV
  • HCV(Ak)
  • HBV (Surface und Core Ak)
  • HIV 1/2 (Ak)
  • humane T-lymphotrope Virus
  • CMV
  • EBV
  • Strongyloides stercoralis
  • Entamoeba histolytica

Gesundheitsstatus

  • Leberfunktionswerte: AP, AST, ALT
  • Serum-Triglyceride
  • HDL cholesterol
  • High sensitivity CRP
  • Nüchtern-Blutzucker
  • FANA 
Quellen
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